Leicht verwildert, aber voller Fantasie

Johanna ist die kleine Heldin im Kinderfilm ‚Der blaue Tiger’ aus dem Jahr 2012. Sie hat eine begnadete Fantasie, mit der sie ihre Welt bereichert. Das Mädchen muss dies für sich tun, denn es ist die Tochter einer alleinerziehenden Mutter. In dieser Beziehung mangelt es materiell an vielem, überbordet es jedoch an Kreativität, Fantasie und Freundlichkeit. Wenn Johanna einen blauen Tiger zeichnet, fängt er an, sich auf dem Blatt Papier zu bewegen und mit der Zeit in ihre Welt zu kommen. Dann teilt sie ihre Gedanken darüber mit ihrer Mutter.

Von den Träumen in den Selbstwert

Johanna hat ihre Fantasie wie andere Kinder auch an ihre Kreativität gebunden. Sie gestaltet auf diese Art ihre Welt und stärkt als Tochter einer alleinerziehenden Mutter ihren Selbstwert. In eine strenge und autoritäre Gesellschaft passt das neunjährige Mädchen mit seinen Ideen nur sehr wenig. Deshalb denkt es nicht nur in dieser freien und weiten Art, es ist auch so angezogen. Johanna wirkt immer leicht verwildert. Ihre Haare fliegen ihr gelegentlich um den Kopf. Sie hat, weil sie gern barfuß durch die Welt geht, häufig schmutzige Füße. Und sie träumt sich in ihre fantasievolle Welt. Johanna ist in diesem tschechischen Film ein freies, fantasievolles Menschenkind – und deshalb reich und selbstbewusst.

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